Experiment
Regelbasiert vs. generativ
Hier chattest du mit zwei Programmen gleichzeitig. Links die Regel-KI: Sie folgt nur festen Wenn-Dann-Regeln, die ein Mensch geschrieben hat – eigentlich ist sie gar keine KI. Rechts eine generative KI: Ein Sprachmodell, das aus riesigen Textmengen gelernt hat und jede Antwort Wort für Wort neu erzeugt. Stell beiden dieselbe Frage – auch mal eine unerwartete – und vergleiche!
Generative KI laden
Das KI-Modell wird auf dieses Gerät geladen. Das passiert nur beim ersten Mal. Die Regel-KI braucht nichts davon – sie antwortet sofort. Die generative KI schreibt dagegen langsam, Wort für Wort: Sie rechnet ganz auf deinem Gerät, ohne grossen Server im Hintergrund.
Noch keine Nachricht. Tipp oben etwas ein oder wähle eine Idee.
So funktioniert die Regel-KI (alle Regeln ansehen)
Die Regel-KI vergleicht deine Nachricht von oben nach unten mit diesen Mustern. Die erste passende Regel gewinnt. Passt keine, kommt immer dieselbe Standardantwort. Sie lernt nichts dazu und hat keinen Zufall – gleiche Eingabe, gleiche Antwort. Die zuletzt benutzte Regel ist markiert.
Für Lehrpersonen
Lernziel
Den Unterschied zwischen regelbasierten Systemen (von Menschen programmierte Wenn-Dann-Regeln) und generativen KI-Systemen (aus Daten gelernte Wahrscheinlichkeiten) erleben und beschreiben (Lehrplan 21, Medien und Informatik).
Was man beobachten kann
Regel-KI: vorhersehbar, erklärbar (man sieht die Regel), exakt beim Rechnen – aber hilflos bei allem, wofür keine Regel
existiert („Schreib ein Gedicht“), und bei „Gleiche Frage nochmals“ immer identisch.
Generative KI: reagiert auf fast alles, formuliert jedes Mal anders (Zufall beim Wortwählen) – aber kann sich irren,
erfinden („halluzinieren“), schlecht rechnen und ist nicht erklärbar.
Gute Aufträge
1) Findet eine Frage, bei der die Regel-KI besser ist (Tipp: Rechnen). 2) Findet eine, bei der sie versagt. 3) Stellt dieselbe Frage dreimal – was ändert sich wo? 4) Schreibt selbst eine neue Regel auf Papier: Muster + Antwort. 5) Wo würdet ihr im Alltag welche Art lieber einsetzen (Billettautomat, Hausaufgabenhilfe, Arztpraxis)?
Wie die generative KI hier befragt wird
Voreingestellt ist Qwen2.5-0.5B-Instruct: ein kleines Sprachmodell, das nach dem Grundtraining zusätzlich auf Gespräche trainiert wurde. Es bekommt eine kurze Anweisung („System“), die letzten Runden und deine Nachricht in seiner Gesprächsvorlage und erzeugt die Antwort Wort für Wort mit Zufall – wie „Automatisch weiter“ im Labor „Nächstes Wort“. Zum Vergleich lässt sich dasselbe Modell ohne Chat-Training wählen: Es setzt nur Text fort und antwortet meist wirr – ein schöner Beleg, dass „Chatten können“ erst durch zusätzliches Training entsteht. So sah die letzte Anfrage aus:
Kleine Modelle antworten oft holprig oder falsch – das ist hier gewollt sichtbar. Ein einfacher Wortfilter blendet unpassende Antworten aus (die Basismodelle selbst sind ungefiltert); trotzdem vorher selbst ausprobieren.
Datenschutz
Beide Chatbots laufen auf diesem Gerät, ohne Anmeldung. Nachrichten werden weder gespeichert noch gesendet; das Modell wird einmalig von ict.schule geladen.